• Nicole

Wie können wir mit der Ausnahme-Situation „Corona“ konstruktiv umgehen

September 2020


Wir alle sind im Moment mit einer Situation konfrontiert, welche es in der Form für niemanden von uns bis anhin je gegeben hat.


Die Anhäufung von Ausnahmesituationen kann für viele Menschen zu Angst, ja sogar Lähmung führen. Wir sind vielleicht konfus, ratlos, besorgt, überfordert, haben Existenzängste und wissen nicht, wie das eigene Leben und das Leben „da draußen“ weitergeht oder weitergehen soll.


In dieser Situation ist KLARHEIT und FOKUS gefragt wie kaum zuvor.

Wie denken wir über die aktuelle Situation? Lassen wir uns von all den negativen und andauernd auf uns einprasselnden Informationen vereinnahmen?

Oder versuchen wir, aus dieser im Außen im Moment nicht veränderbaren Situation für uns das Beste rauszunehmen, uns trotzdem oder gerade deshalb weiter zu entwickeln, innerlich daran zu wachsen?


Eine der wichtigsten Fragen welche sich dabei stellt ist:


WORUM GEHT ES HIER EIGENTLICH?


Das tönt jetzt vielleicht etwas einfach, aber genau darum geht es in einer Krisensituation wie dieser. Muss ein kollektiver „Lockdown“ oder vom Staat ausgesprochene Einschränkungen auch mich als Individuum ausschalten?

Nein, muss es nicht. Im Gegenteil.

Es geht jetzt darum, sich nicht in die Opferrolle zu begeben, sondern klar und fokussiert die ENTSCHEIDUNG zu treffen, die Kontrolle über das eigene Leben zurück zu gewinnen. Dies wiederum ermöglicht, sich sofort aus der Situation rausnehmen zu können und nicht mit dem Krisen-Karussell mitreiten zu müssen.


Was meine ich damit. Konkret geht darum, die eigenen „Handlungsspielräume“ zu entdecken und diese mit Struktur auszufüllen. Sich nicht mit dem zu identifizieren, was gerade nicht möglich oder nicht machbar ist, sondern darum, einen Perspektivenwechsel zu machen. Diese sogenannten „Handlungsspielräume“ können sein:

  • sich zu überlegen, wie man sein Angebot/seine Fähigkeiten auf die neue Situation anpassen kann

  • braucht es dazu ein neues Format/eine neue Ausrichtung

  • habe ich meine Prioritäten bis anhin richtig gesetzt

  • gebe ich mir selbst genügend Zeit und Raum

  • pflege ich all meine Lebensbereiche (Beruf, Privat, Gesundheit etc.) genügend und ausgeglichen

  • wie kann ich meine innere Kraft stärken und daraus ins Handeln kommen

  • entscheide ich mich für die Opferrolle oder will ich ein Vorbild für andere sein

  • u.v.m.


Daraus stellt sich wiederum die Frage:


WER WILL ICH SEIN?


Wie ist meine HALTUNG gegenüber der aktuellen Situation? Gebe ich mich der Situation als Opfer hin, oder habe ich den Mut „nein“ zu sagen und mein eigenes Leben zurück zu erobern? Schaffe ich es, alles in die für mich stimmige Perspektive zu setzen und mir, auch aus einer schwierigen Situation heraus, mein Leben kraftvoll, kreativ und selbstbestimmt zu gestalten?


Dafür lohnt es sich, sich hinzusetzen und sich aus dem Gewusel des Alltags herauszunehmen und zu überlegen: wer will ich sein, wo will ich hin, was ist meine Vision, was ist mein Lebensziel? Gerade in Zeiten wie diesen ist es nicht ratsam, das Ruder des eigenen Lebens aus der Hand zu geben und alles dem Zufall zu überlassen.


Für die Beantwortung der Frage „wer will ich sein“ ist es essentiell wichtig, für sich im stillen Kämmerchen zu reflektieren:


  • wo liegt der Schmerz

  • was darf jetzt angeschaut werden

  • wo habe ich meine Werte vielleicht verletzt

  • welche Werte sind mir überhaupt wichtig

  • welche Prioritäten dürfen angegangen werden, was kann noch warten

  • welche täglichen Rituale sind für mich und meinen weiteren Weg wichtig

  • wo will mein Herz hin

  • u.v.m.


Bei diesem Reflektionsprozess können Ängste hochkommen. Hier ist es ratsam, die Ängste wahrzunehmen, auch körperlich, wenn sie sich auf diesem Wege zeigen. Die Ängste identifizieren und sich fragen: wovor wollen mich diese Ängste schützen? Ist diese Angst gerechtfertigt? Was ist das Schlimmste, was mir passieren könnte und ist es wirklich das Schlimmste?


Wo die Angst ist, da ist der Weg und deshalb sollte die Angst keine Hürde sein, sondern uns als Guide in unserem Leben dienen.


In Krisenzeiten wie dieser spielt unser MINDSET, KLARHEIT und FOKUS die entscheidende Rolle, ob wir überhaupt eine ENTSCHEIDUNG treffen und wenn ja, für welche Richtung wir uns entscheiden. ENTSCHEIDUNGEN determinieren unser Leben und unsere Zukunft. Sie geben uns Kraft und Licht und können somit ein Fixstern im ganzen Chaos sein.


Ich freue mich, wenn ich Sie motivieren und dazu inspirieren konnte, wie auch Sie mit der aktuellen und wer weiß wie lange noch anhaltenden (Ausnahme-) Situation konstruktiv umgehen können.


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